Isolierrohre aus Schichtpreßstoffen



Neben Tafeln sind Rohre aus Schichtpreßstoffen heute ein weit verbreitetes Halbzeug. Es können alle bekannten Kombinationen von Harzen und Trägern hergestellt werden.

Herstellung Das mit dem entsprechenden Harz vorimprägnierte Trägermaterial wird auf einen vorgewärmten
mit Trennmittel versehenen Dorn unter Einsatz von Anpreßrollen aufgewickelt. Danach erfolgt die
Aushärtung im Ofen. Nach dem Abkühlen wird der Dorn entfernt und das Rohr nachbearbeitet
(innen und außen geschliffen, besäumt, und gegebenenfalls lackiert).
Die Herstellung von isolierten Wellen (Schaltwellen) ist nach dem gleichen Prinzip möglich,
lediglich die Welle wird für eine gute Anhaftung entsprechend vorbereitet und nachträglich nicht
entfernt.

Einsatzbereiche Als Wicklungsträger im Transformatorenbau.
Als Kernmaterial für die Herstellung von Schleifbürsten und Schleifscheiben.
Als Hangstäbe für die Herstellung von Schleifbändern.
Als Gleitringe für die Hydraulik und Käfigbuchsen für Kugel- und Rollenlager.
Als Isolierbuchsen und Abstandshalter für den Bau von elektrischen Anlagen und Schaltanlagen.
Im Maschinenbau und bei der thermischen Isolierung, dort wo es seine überlegenen Eigenschaften
zum bevorzugten Material machen.

Abmessungen Innendurchmesser von 6 mm bis 1.250 mm.
Wanddicke von 0,50 mm bis über 200 mm abhängig vom Innendurchmesser.
Standartlängen 1.350 mm, 1.500 mm und 1.650 mm.
Stücke ab 5,00 mm Länge möglich (abhängig vom Innendurchmesser).


Bezeichnung Aufbau Isoliersoffklasse
Hartpapierrohr HP 2065 oder HP 2067 Phenolharz und Papier B 130°C
Hartgeweberohr Hgw 2085 Phenolharz und Baumwollgewebe B 130°C
Glashartgeweberohr Hgw 2375.4 Epoxidharz und Glasgewebe F 155°C bis H 180°C
Glashartgeweberohr Hgw 2275 Melminharz und Glasgewebe B 130°C
Glashgartgeweberohr Hgw 2575 Silikonharz und Glasgewebe C über 200°C